Ab 2003 zog mich auf magische Weise das Thema des Pilgerns in den Bann, welches sich in den folgenden Jahren in unterschiedlichen – teils mehrmonatigen – Selbsterfahrungen u.a. in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Ecuador und Nepal ausprägen sollte. Damit verbundene, seelisch-psychische und körperliche Prozesse brachten nicht nur Einiges in meinem Inneren in Fluss – sie dienten auch auch als Grundlage für psychotherapeutische Wachstumswege v.a. im Bereich der Gestalttherapie und des holotropen Atmens sowie des Schamanismus. Bis heute habe ich als Therapeut daher auch zahlreiche Pilger begleitet, die auf ihren Pilgerwanderungen schwierige Erfahrungen gemacht haben, die einer entsprechenden Integration und Transformation bedürfen.

Das Pilgern ist seit Paolo Coelho´s Jakobsweg-Roman, Shirley MacLaine´s Selbsterfahrungsbericht und spätestens seit Hape Kerkelings “Ich bin dann mal weg” auch in der westlichen Welt wieder hoch im Kurs. Umfragen und Studien zeigen, dass es dabei i.d.R. weniger um sportive oder touristische Motivationen sondern für Viele v.a. um Selbsterforschung, Spiritualität und persönliche Entwicklung geht. Obendrein beginnen viele als “Touristen” und enden als “Pilger”. Nicht ohne Grund gilt der Jakobsweg daher in neuerer Zeit auch als “längste Psychotherapie-Couch der Welt“. Das Aufbrechen (im doppelten Sinne), die Entbehrungen, die Schmerzen, mitunter Ängste, Entbehrungen und vor allem das Widerankommen stellt für viele Pilger der Neuzeit eine große Herausforderung dar und fungiert nicht selten als Initiator einer (psycho-spirituellen) Krise – eines Aufbrechens alter Persönlichkeitsstrukturen, Weltsichten und Paradigmen, die anschließend oftmals eine gute Begleitung und Integration – sei es durch im Pilgern Erfahrene, Geistliche oder Therapeuten – benötigen. Menschen die sich auch gezielt auf die damit verbundene Selbstkonfrontation und die damit verbundene Selbsttransformation einlassen begehen auch den “geheimen o. inneren Jakobsweg”, so sagt man in Spanien (“El Camino Secreto”). Manch einer sieht hier gar einen Zusammenhang mit dem ursprünglichen Initiationsweg der esoterisch geprägten, geheimen Ritterorden, die entlang des Camino de Santiago ansässig gewesen sind und auf die heute noch zahlreiche Bauwerke, wie bspw. St. María de Eunate in Navarra, hinweisen – aber dies ist eine andere Geschichte.

Der Archetyp der “Reise” 

Seit jeher ist Reisen mit Vorstellung von Erneuerung, Veränderung oder Wiedergeburt verbunden. Die veränderte Kraft des Unterwegsseins beschäftigt die Phantasien aller Zeiten und Völker. Von der Odyssee über Parsifal bis zu modernen Bildungsromanen berichten sie alle von Herausforderungen, seelischen Verwandlungen und Metamorphosen. Ganz in diesem Sinne notierte Goethe in der „Italienischen Reise“: „Gewiss es wäre besser, ich käme gar nicht wieder, wenn ich nicht wiedergeboren zurückkommen kann.“ Die Vorstellung der Wandlung ist mit dem Reisen strukturell verbunden. Reisen bedeutet: die alltägliche Umgebung und das daran gebundene Selbstgefühl der Identität zu verlassen. Sobald sich der soziale Alltagskontext auflöst, sehen und fühlen wir uns genau wie beim spielerischen Schritt auf eine inszenierte Theaterbühne anders – daher nutzen wir bspw. in den freiraum-Seminaren “Wilde Götter in Dir” sowie im Intensivtherapie-Format explizit dramatherapeutische Elemente.[1] Van Genneps Dreischritt von Trennung, Umwandlung und Wiedereingliederung gilt für das Reisen ebenso, wie für die religiöse Erfahrung.[2] Es ist angesichts dieser Parallelen nicht verwunderlich, dass Reisen und Religion sich immer aufs Engste verschränkt haben.[3] Am deutlichsten aber wird die Verwandtschaft in der universell verbreiteten Praxis der Pilgerfahrt/ Pilgerwanderung. Weltgeschichtlich gesehen bildet sie wohl die quantitativ bedeutsamste Form des Reisens.[4]

Kulturübergreifende Pilger-Tradition

Die Kollektivtradition der Pilgerschaft ist als weltweites, kultur-, zeit- und religionsübergreifendes Phänomen anzusehen; eine Grundgegebenheit der religiösen Anthropologie eines großen heiligen Moments in den Kulturen. Es scheint offenbar ein Teil der menschlichen Psyche zu sein, dass alle, die an einen Gott, an Gottheiten oder göttlich übernatürliche Mächte glauben, diesen überirdischen Kräften die Eigenschaften zugestehen, sich an bestimmten Örtlichkeiten besonders spürbar mitzuteilen bzw. an diesen wundermächtigen Orten – den sogenannten “Chora-Kraftplätzen” – besonders zu wirken.[5] Wobei sich der Pilgerweg als ein Raum mit sakralem Charakter aus einer Kombination von irdischer und metaphysischer Welt erschließt. Genau wie Abraham der Stammvater der drei monotheistischen Buchreligionen, so zog auch der biblische Patriarch Adam, Moses, Mohammed, Jesus mit seinem apostolischen Bund und der heidnische Schamane, auf einer Entdeckungsreise seinem inneren Selbstkern und somit seiner Bestimmung entgegen. Die Metapher der Reise wird zum Bild des Lebens (Vgl., Mt 8:2: “Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hin lege”.)

Was soviel bedeutet, wie dass der eigentliche Weg nur im Inneren Individuum entstehen kann und der äußere geographische Weg nur als Mittel zum Zweck dient. Der berühmte konfuzianische SatzDer Weg ist das Ziel, fokussiert die Quintessenz des Pilgerns, gestern, wie heute.[6] Wenn “Selbstverwirklichung” und “Selbsttranszendenz” – im Sinne Maslows – ein zentrales Lebensziel darstellt, so ist man im eigenen Selbstverständnis „immer unterwegs“. Reisen wäre dann etwas, was der eigentlichen Bestimmung des Menschen entspricht.[7] Den damit verbundenen intrapsychischen und äußerlichen Konflikt – zwischen dem sicherheitssuchenden Sesshaften und dem Heimatlos-Ortlosen Wanderer/ Landstreicher – hatte bereits Hermann Hesse im 1904 “Camenzind” anschaulich beschrieben.

Der Weg ist immer besser als die schönste Herberge.

Miguel de Cervantes

Spanischer Schriftsteller

Pilger als spirituelle Sucher und Mystiker

Die Pilgerreise war für viele Menschen im Mittelalter vielleicht auch die einzige Möglichkeit des Ausbrechens. Und so hat dieses Massenphänomen, welches im okzidentalen Mittelalter eine der wichtigsten Formen des Unterwegsseins war, in gewisser Weise die mobile Gesellschaft des 21.Jh. vorweg genommen. Ihre pluralistischen Strukturen unterscheiden sich ebenso, wie ihr Verlauf, oder ihre Ziele voneinander.

Sie kann sich als religiöses Konzept sogar völlig von geographischen Konzepten lösen und in Meditation, oder kontemplativer Versenkung vollzogen werden. Allen verschiedenen Pilgerfahrten ist laut Haab und Sax jedoch eines gemein. Und zwar, dass sie alle eine meditative Ausrichtung auf etwas Transzendentes oder Göttliches haben. Dies stelle den eigentlichen Kern einer jeden Pilgerfahrt dar und ohne jene Ausformung verkomme die Pilgerfahrt zur bloßen auf Ablenkung, Zerstreuung oder Erholung ausgelegten Typologie des Tourismus. Hans Aebli, der bekannte Psychologe, lief Ende der achtziger Jahre mit seiner Frau von Le Puy nach Santiago. Er beschreibt den Zustand des Pilgerdaseins wie folgt: „Hierzu hat die Lebensform des Pilgerns wahrscheinlich etwas bewirkt, und dies gleichsam von außen nach innen (…) Versuchen den äußeren Weg auch innerlich zu gehen. Sich nicht in der Verfolgung aller möglicher Ziele verzetteln und sich von allen möglichen Motiven treiben lassen. Nur der einen augustinischen Sehnsucht folgen und jene Stadt suchen, in der unser unruhiges Herz seine Heimat findet (…)“ [8] Der spirituelle Wert unserer Handlungen als Pilger ergibt sich in Folge dessen aus der Absicht, die dahinter steckt.

Derjenige, welcher trotz aller Gefahren und Widrigkeiten den Willen und die Entschlusskraft besaß, eine längere Wallfahrt durch fremdartige Gefilde zu vollziehen, musste von einem wahren Gottvertrauen und dem Ideal, ihm näher zu kommen, beseelt sein. Wohin auch immer der Mensch aufbricht, sollte er sich auf das einstimmen, was er vorhat. Beim mittelalterlichen Pilger, sind es die Pilgerlieder, die ganz praktische Anleitungen geben, was dazu zu tun ist: Das erste ist – neben einer körperlichen – insbesondere die innere, die psychische und auch spirituelle Vorbereitung. Man muss zunächst seine eigene innere Mauer durchbrechen, wie es das Lied von den Pflichten eines Pilgers singt:

„Eh ich die Reise beginne,

tut es Not, dass ich mich, auf mich selber besinne.

An die Mauer stoße, bis diese fällt

Und mich nicht mehr gefangen hält (…).“

Stand im Mittelalter meist noch das Ablasswesen, die Buße und der Sündenerlass im Vordergrund, so ist es bei den spirituell ausgerichteten Pilgern der Moderne häufiger der meditativ-kontemplative und mystische Aspekt, welchem die mehr oder minder entbehrungsreiche Zeit gewidmet ist. Viele wählen bewusst Alternativrouten und Pfade der Stille um sich dann anschließend am Abend wieder, dem oftmals wilden und lauten Treiben der Herberge – oder um es im Zen-Bildnis zu sagen: “dem Marktplatz” – zu stellen, was ein mir wichtiger Aspekt zu sein scheint. Denn manch einer kommt am Ende auf die beuyssche Erkenntnis, dass das Mysterium eben doch am Hauptbahnhof stattfindet.

Erkenne Dich selbst im einfachen Sein 

Ein spanisches Sprichwort besagt: “Nach Jerusalem wandert man, um Jesus zu finden, nach Rom geht man zum Papst, doch auf dem Pfad nach Santiago de Compostela sucht man sich selbst.” Schon bei einer der wichtigsten Pilger- bzw. Kultstätten der Antike, dem Orakel am Apollontempel von Delphi, stand die (sokratische) Formel „Erkenne dich selbst“. Und auch Jesus hat mehr vom achtsamen Erkennen und Begreifen gesprochen und nicht das Nichtbefolgen von Gesetzen verurteilt. Er wusste anscheinend, dass nur die Unwissenheit des Menschen um sein wahres (mystisches) Wesen, welches zur Unfähigkeit zur Liebe führt, als “Sünde” bezeichnet werden kann. Denn dies bezieht im Grunde alle weiteren “Gebote” (nicht Stehlen/ Töten etc.) automatisch mit ein. In gleiche Richtung argumentiert auch der Psychologe John Selby. Er nennt die Selbsterkenntnis eine erstaunliche Heilkunst, die in sich die Elemente der Liebe und Anerkennung verbirgt. Er sagt, dass er in seiner Praxis noch niemanden getroffen habe, dessen Selbstwertgefühl auf dem Weg der Selbsterfahrung gesunken wäre.[9] Wer jedoch schon zu Beginn sagt, „Er kenne sich selbst“, hat bereits aufgehört, sich kennen zu lernen und hält sich vielleicht nur für ein Bündel von Eigenschaften, Erinnerungen, Erfahrungen und Traditionen.

Das Wissen, das man über sich selbst anhäuft, gehört nach Krishnamurti bekanntlich immer der Vergangenheit an. Aber um etwas zu verstehen, muss man es leben. Man muss es beobachten, seinen ganzen Inhalt, seine Natur, seine Struktur, seine Strebungen kennen. Wer jemals versucht hat, mit sich selbst zu leben, wird angefangen haben einzusehen, dass er nicht einen statischen Zustand darstellt, sondern ein lebendiges Wesen ist. Doch um lebendig leben zu können, muss auch der Geist wach sein. Dies kann er nicht, wenn er durch Meinungen, Urteile und Wertsetzungen gefesselt ist.[10] Jede äußere und innere Veränderung beruht auf einer schrittweisen Änderung der Sichtweise. Die spontane Total-Wandlung vom Saulus zum Paulus ist nur der Bibel vorbehalten, da Wandlung in der Realität immer einen Prozess voraussetzt. Ein Prozess des selbst erwählten, bzw. sich selbst erlaubten Durchlebens, nicht des Verdrängens, verschiedener Sichtweisen und Stadien. Für jenen auf eine Transformation abzielenden Vorgang über die Schwächung der eigenen Identität ist das Reisen ein roter Faden zum Verständnis der religiösen Existenz. Somit auch des Erkennens von Heiligkeit in mir, Dir und allem was uns umgibt. Christoph Henning sieht das Reisen daher als einen Ersatz für die verlorene Erfahrung der Transzendenz, als einen Quasi-Ausgleich für die zunehmende Verhaftung an die in sich geschlossene Welt des Faktischen und für den Verlust der religiösen Dimension in der entsakralisierten Moderne.[11] Letzteres gilt umso mehr für das Zu-Fuß-Unterwegssein und das Alleinreisen, welches immer eine Komponente des Sich-Auslieferns an die Widrigkeiten und den Fluss des Lebens oder Seins beinhaltet.

Ein spiritueller Weg, der nicht zurück in den Alltag führt ist ein Irrweg.

Willigis Jäger

Zen-Meister/ Mystiker/ Benediktiner, Benediktushof

Krise, Widerankunft & Integration

Für den, welcher seinen persönlichen Point of no return überschritten hat, ist es anscheinend unmöglich, sein Leben in gleicher profan-tradierter Weise fortzuführen. Viele Pilger spüren daher, dass sie nicht darauf vorbereitet sind, abrupt nach Hause zurückzukehren. Der Heimkehrer ist nicht selten ein „vertrauter Fremder“ für jene, die mit ihm zusammen sind. Die anderen im familiären Umfeld daheim Gebliebenen sehen den Heimgekehrten möglicherweise mit neuen Augen – mit neuem Respekt, mit Neugier, Überraschung, Anteilnahme und Stolz. Jenes Leben daheim kann nicht mehr so bedeutsam erscheinen, wie es vor der Abreise war. Pilger suchen nach einem Abschluss, oder einem Ausblick hinsichtlich der Reise, indem sie darüber erzählen, was ihnen die Möglichkeit gibt, zu interpretieren, Ereignisse wieder aufleben- und Revue passieren zu lassen. Die meisten jedoch haben den Eindruck, dass diejenigen daheim zwar Anteil nehmen, jedoch keinen Bezugsrahmen haben, um die sinnlichen Erfahrungen einordnen zu können.[12]

Eben wegen der veränderten Sichtweise und der veränderten Wahrnehmung hat es zur Folge, dass viele Pilger über die Mühsal der Wiedereingliederung in den Alltag sprechen. Jedoch ist die Rückkehr nach Hause ein wesentlicher Bestandteil des Pilgerns. Depressionen, Lethargie und Trägheit nach der Rückkehr sind aufgrund des Kontrastes keine Seltenheit. Heimkehrer mögen anfänglich leicht ins soziale Leben zurückfinden, aber dann fühlen sich viele in den alten Teufelskreisen und den Gesellschaftsproblemen derart gefangen, dass sie oftmals wie in eine Art Sinnkrise oder Burnout verfallen, da sie glauben, dass alles, was sie auf dem Weg selbst erfahren haben, nun unwiederbringlich verloren sei. Andere erfahren eine Art Ego-Fixierung oder “Ego-Inflation”, in welcher das defizitäre Ego sich die Erfahrung quasi einverleibt und diese mitunter ins eigentliche Gegenteil verkehrt, was letztlich anschließend wiederum den Kontakt zur Umwelt, der Familie und den Mitmenschen erschweren mag. Somit findet der Höhepunkt der Veränderung seine Bestätigung erst auf dem Prüfstein der heimischen Umgebung und der Frage nach der nachhaltigen Integration in den Alltag.

Dies bedeutet, dass es am Ende bzw. nach den tiefen Erfahrungen einer Pilgerschaft darum geht, sich selbst mit den gemachten Erfahrungen und den damit verbundenen Öffnungen insofern “ernst zu nehmen”, dass diese – jenseits von Hochmut und Egozentrik – eine entsprechende (rituelle) Würdigung bedürfen und in das alltägliche “Ich-Bewusstsein”, welches nicht mehr das gleiche wie vorher sein kann, integriert werden wollen. Der damit verbundene Tiefenprozess und die Umgangsweise mit einer daraus resultierenden, möglicherweise bis dato unbekannten, Feinsinnigkeit kann Wochen, Monate, ja mitunter auch Jahre dauern. Meiner Erfahrung – mit den eigenen diesbezüglichen Prozessen – sowie denen zahlreicher Klienten ist die, dass dabei v.a. die Transpersonale Psychologie eine gute Hilfe und Integrationsarbeit leisten kann, da sie explizit die spirituelle Dimension des Seins mit einbezieht und ferner ein weitreichendes Verständnis für die auf einer Pilgerreise möglichen Transformationsprozesse, mystischen Gipfelerfahrungen und “Dunklen Nächte” (der Seele) – um es abschließend mit dem spanischen Mystiker Johannes vom Kreuz zu sagen – besitzt.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die auf dem ewigen Pilgerweg des Lebens sind, eine gute Reise und “Ankunft”.

Buen Camino!

Jörg Fuhrmann (Schweiz)

Jörg Fuhrmann (Schweiz)

Leiter freiraum-Institut/ Therapeut/ Supervisor

10 Jahre Pilgererfahrung in unterschiedlichen Ländern/ Kontinenten

Quellen/ Anmerkungen:

[1] Anm.: Alle religiösen Rituale – von der Versenkung im Gebet und Meditation über den Gottesdienst bis hin zu den Extremformen ekstatischer, beispielsweise schamanischer Praktiken – setzen den vorübergehenden Bruch mit dem Alltag als Voraussetzung für die Erfahrung der Transzendenz voraus.

[2] Vgl., Henning, Christoph, 2001, Der Wunsch nach Verwandlung – Mythen des Tourismus, Evangelische Akademie, S.9-10

[3] Anm.: Schamanische Reisen, Exodus, Dantes Göttliche Komödie, Suche nach dem gelobten Land/ irdischen Paradies

[4] Anm.: Noch heute wird die Gesamtzahl der Pilger allein in Europa jährlich auf rund 300 Millionen Menschen geschätzt; nach Lourdes fahren mehr Reisende als nach ganz Tunesien; allerdings gilt es ggf. in Motivation/ Vollzug/ Ausrichtung zwischen den Gruppenwallfahrten mit entsprechenden Heilserwartungen “von oben” von den Einzel-Pilgerwanderungen zu differenzieren.

[5] Legler, Rolf, 1999, Sternenstrasse und Pilgerweg – Der Jakobs-Kult von Santiago de Compostela Wahrheit und Fälschung, Verlagsgruppe Lübbe GmbH Bergisch Gladbach, S.27

[6] Anm.: 1997 gestand Reinhold Messner, dass er beim allein unterwegs sein in der Arktis oder im Himalaya in einen Dialog mit der Schöpfung trete, bzw. dass er im Gehen bete. Diese physische und psychische Allerfahrung durch das Medium des Gehens ist uns abhanden gekommen (Vgl., Legler, Rolf, 1999, S.76).

[7]  Vgl., Henning, ebd., S.59

[8] Aebli, Hans, 1990, Santiago, Santiago… – Auf dem Jakobsweg zu Fuß durch Frankreich und Spanien, Klett-Cotta Stuttgart, S.245.

[9] Vgl., Selby, John, 2001, Die Kunst, allein zu sein, dtv Verlag, S.13

[10] Krishnamurti, Jiddu, 2001, Einbruch in die Freiheit, Econ München, S.25

[11] Vgl., Henning, ebd., S.42

[12] Vgl., Frey, Nancy Louise, 2002, Santiagopilgern unterwegs und danach, Verlag Manfred Zentgraf,S.244-254

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