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Menschen mit einer Nahtoderfahrung erzählen mir: Ich kann ohne meinen Körper sein, aber der Körper kann nicht ohne mich sein. Ich bin bewusst ohne meinen Körper. Sie haben eine andere Lebenseinstellung, sie haben eine Erfahrung gehabt von, wir können sagen Einheitserfahrung, dass alles mit allem verbunden ist. Man ist verbunden mit anderen Menschen, man ist verbunden mit der Natur und man hat als Drittes erweiterte, erhöhte, intuitive Sensibilität.

Pim van Lommel

Kardiologe/ Nahtodforscher


Existentielle Seinserfahrungen die Integration suchen.

Nahtoderfahrung als Wachstumsweg


An diesem Osterwochenende brachte das ZDF nun den Mona-Lisa-Beitrag zum Thema „Nahtoderfahrung (NTE)„, der auf dem Symposion des „Spiritual Emergence Network (SEN)“ entstanden war. Der Beitrag handelt von der lebensverändernden Nahtoderfahrung Sabine Mehne´s („Licht ohne Schatten“) sowie über die Nahtod-Foschungsarbeit des niederländischen Kardiologen Pim van Lommels („Endloses Bewusstsein“), den Jörg Fuhrmann ebenfalls bei dem Event für seinen YouTube-Kanal interviewte. Für Jörg Fuhrmann waren die Erkenntnis, dass es andere Menschen mit ähnlichen Erlebnis-Phänomenen gibt sowie die Begleitung auf einem spirituellen Übungsweg wichtiger Bestandteil zur nachhaltigen Integration. Den gerade frühe Nahtoderfahrungen oder starke außergewöhnliche, bewusstseinsverändernde Erfahrungen können das Leben eines Menschen nachhaltig durcheinanderbringen und benötigen einen entsprechenden „Container“. Leider sind in unserer heutigen Kultur und Zeit nur noch wenige Therapeuten und Geistliche darin geschult Menschen in veränderten Bewusstseinszuständen und bei seelischen Krisen mit transpersonalem Charakter professionell zu begleiten.

Im Interview mit der Jenseits- & Nahtodforschung St. Gallen sprach Jörg Fuhrmann daher im vergangenen Jahr erstmalig dezidiert über eigene, einstmals erschütternde Erfahrungen und dem daraus langwierig erwachsenen Potenzial, welches durch einen krisenhaften Wachstumsweg freigesetzt werden konnte und heute ein wesentlicher Bestandteil der eigenen therapeutischen Arbeit darstellt (s. Ausbildung >>). Daher erachtet Fuhrmann das Verständnis sowie die Aufarbeitung eigener existentieller Themen und Erfahrungsräume für Pädagogen, Berater, Heilpraktiker, Psychologen, Therapeuten, Ärzte und eigentlich alle die über eine reine Fachberatung hinaus mit Menschen zu tun haben, für absolut essentiell.

Was versteht man unter „Nahtoderfahrung“?

Nahtoderfahrungen bezeichnen Erfahrungen an der Schwelle von Leben und Tod. Vielen Nahtoderfahrungen sind bestimmte Erfahrungsmuster und Emotionen wie „Frieden“, Liebe und Glück, Blick in einen „Tunnel“, Außerkörperliche Erfahrungen, Begegnungen mit Toten oder übernatürlichen Wesen oder eine Rückschau auf das eigene Leben gemeinsam, die anschließend als Erinnerungen reflektiert werden. Die Medizinerin Elisabeth Kübler Ross berichtete 1969 als erste („Interviews mit Sterbenden“) über Nahtoderfahrungen. Seitdem erfolgten viele Studien, Berichte und Publikationen. Einer der wichtigsten Nahtodforscher ist Dr. Raymond Moody. Seine ersten Untersuchungsergebnisse über 150 derartiger Fälle veröffentlichte er 1975 unter dem Titel „Life After Life“. Darin beschreibt er eine Vielzahl von Erfahrungen, die Betroffene regelmäßig haben, wobei die Reihenfolge unter Umständen unterschiedlich sein kann:

1. Wahrnehmung eines unangenehmen Geräusches (Läuten, Brummen)
2. Bewegung durch einen langen, kleinen, dunklen Tunnel
3. der Betroffene befindet sich plötzlich außerhalb seines Körpers und nimmt seine Umgebung wahr
4. langsame Gewöhnung an den neuen Zustand
5. Erkennen, dass er/sie weiterhin eine Art „Körper“ besitzt, der sich jedoch vom menschlichen Körper unterscheidet
6. andere Wesen, oft bekannte Verstorbene, nähern sich, begrüßen ihn/sie.
7. Erscheinung eines Lichtwesens, das gelegentlich mit Christus oder anderen religiösen Figuren gleichgesetzt wird
8. das Lichtwesen richtet ohne Worte eine Frage an den Sterbenden, die ihn zu einer Bewertung des eigenen Lebens führen soll
9. zeitlose Rückschau über das eigene Leben
10. Annäherung an eine „Schranke“, die die Scheidelinie zwischen Leben und Tod symbolisiert
11. Widerstand gegen die Erkenntnis, dass er/sie wieder ins Leben zurückkehren muss
12. Gefühl umfassender Freude, Liebe und Friedens
13. Mitteilungsversuche in der 3. Phase an die Ärzte und die Umstehenden.
14. Folgen im Leben (betroffene Personen nehmen das Leben tiefer und erweiterter wahr, setzen sich mehr mit großen philosophischen Grundfragen auseinander)
15. Neue Sicht des Todes (Personen, die immer Angst vor dem Tod hatten, sind nun entspannt und furchtlos)

Nahtoderfahrung als zu integrierendes „Trauma“

Auch wenn die klassische Medizin und Neurowissenschaft das Bewusstsein rein im Gehirn verorten und die mit einer sogenannten „Nahtoderfahrung“ einhergehenden Phänomene bloß als „Produkte einer eingeschränkten Gehirnfunktion“ deuten, so bleibt dennoch die Erlebnisqualität der Betroffenen evident, welche oftmals derart gravierend ist, dass sie zu massiven Lebenserschütterungen und -veränderungen führen kann. Gerade weil die klassische Psychologie dann an Grenzen stößt macht es Sinn die Erkenntnisse und das Wissen aus über 50 Jahren Forschungsarbeit im Bereich der Transpersonalen Psychologie zu integrieren und zu nutzen. Denn die ersten und letzten Fragen des Lebens lassen sich eben nicht über verhaltenstherapeutische Interventionen oder lösungsorientierte Ansätze „klären“. Dafür bedarf es einer existentiell orientierten, erfahrungsbasierten und integrativ ausgerichteten Form der Begleitung, die sich gegenüber dem Numinosen (Rudolf Otto) nicht verschließt, sondern behutsam-staunend öffnet. Die alten Kulturen besaßen für diese Bereiche, zu denen auch der Geburtsprozess gehört, wie der Psychiater Stanislav Grof sehr richtig erkannt hat, wesentlich vielschichtigere und breitere Kenntnis, als wir „Modernen“ es heute tun. Möglicherweise gelingt uns die Synthese der modernen Wissenschaft und des alten Wissens in Zukunft wieder zunehmend besser. Dies bleibt zu hoffen.

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Jörg Fuhrmann

Jörg Fuhrmann

Leiter freiraum-Institut

Transpersonaler Therapeut/ Supervisor ausgebildet bei Grof im holotropen Atmen.

© freiraum-Institut (FRI) (Konzept von Jörg Fuhrmann) – Teilen ausdrücklich erwünscht.

“freiraum-Institut – Hypnose & Coaching®”, “Inner-Team-Focusing® (ITF)” & “Hypnofree-Cellenergy®” sind im Handelsregister eingetragene Marken.

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